Vor 75 Jahren wurde Finnegans Wake von James Joyce veröffentlicht. Die Erzählungen von Joyce, seine Kurzgeschichten Dubliners sowie das epische Werk Ulysses sind Meisterwerke der Weltliteratur. Finnegans Wake ist von ganz anderer Schreibart und stellt sogar Joyce-Kenner vor Verständnis- und Interpretationsprobleme. Es wird vom Buch behauptet die Sprache sei nicht englisch.

Man müsse eine neue Sprache mit eigener Grammatik lernen, um das Buch zu verstehen. Finnegans Wake widerstrebt unserem normalen Verständnis für das geschriebene Wort. Es stellt sogar

unsere Art zu Lesen in Frage. Die Wörter und Phrasen sind mehrdeutig, mal genau, mal undefiniert, mal reines "Sprachspiel". Vieldeutigkeit ist seitens des Autors ausdrücklich erwünscht.

Joyce schrieb das Werk für sich. Sein ultimatives Spiel mit der Sprache ist klangvoll, irrwitzig, mal tiefgründig spezifisch, mal irrelevant mit Bezügen zum alltäglichen Leben in Dublin aber

auch zur griechischen Mythologie. Wer sich das Buch vornimmt muß wissen dass es ein Buch wie kein anderes ist.

 

Nach irischer Sitte wird zur Zeit der 75. Jahrestag des Erscheinens von Finnegans Wake gefeiert mit einem "Phizzfest in Joyceborough", ein Wortspiel auf Phibsborough, dem Dubliner Bezirk,

wo die Joyce Familie eine zeitlang lebte (sie lebten nirgendswo sehr lange) und Joyce selbst den 1. Entwurf für " Portrait of the artist as a young men" verfasste.

 

Mehr unter Phizzfest.ie.

 

 

 

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